UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Fairtrade-Stadt Siegen

Am Dienstag, 13. Oktober 2015, wurde die Universitätsstadt Siegen im Rahmen einer Siegelverleihung von der Organisation TransFair offiziell zur "Fairtrade-Stadt" ernannt. Damit ist die Stadt Teil einer Kampagne, bei der bereits rund 350 andere Städte, Gemeinden und Kommunen mitmachen. Mit der Teilnahme möchte Siegen den verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen unterstützen und fördern. Außerdem soll der Verkauf und Ausschank von fair gehandelten Produkten vorangetrieben und das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger für fair gehandelte Produkte gestärkt werden.

Der Weg zur "Fairtrade-Stadt"

Am 25. Mai 2011 hatte der Rat beschlossen, dass sich die Stadt Siegen als Fairtrade-Town bewerben soll. Daraufhin wurde eine Steuerungsgruppe gebildet, die sich seitdem mehrmals im Jahr trifft, um die Aktivitäten Siegens auf dem Weg zur "Fairtrade-Stadt" zu koordinieren. Sprecherin der Steuerungsgruppe ist die stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Flohren. Weitere Mitglieder sind Vertreter der Fraktionen im Rat der Stadt Siegen, Vertreter von Eine-Welt-Läden und des Siegener Eine-Welt-Forums sowie die Pressestelle der Stadt Siegen.

Voraussetzung für die Bewerbung als "Fairtrade-Stadt" war die Erfüllung bestimmter Kriterien. So muss es in Siegen beispielsweise genügend Einzelhändler, Gastronomen, öffentliche Einrichtungen, Vereine, Schulen und Kirchengemeinden geben, die fair gehandelte Produkte anbieten. Welche das sind und wo Sie diese finden, erfahren Sie unter dem Stichpunkt "Siegen handelt fair!". Alle zwei Jahre wird überprüft, ob noch alle "Fairtrade-Stadt"-Kriterien erfüllt sind.

Fair auf vielen Ebenen

Nicht nur fairer Handel, auch Nachhaltigkeit und Umweltschutz liegen der Stadt Siegen am Herzen. Bei der Vergabe für Baumaßnahmen müssen Bewerberunternehmer deshalb zum Beispiel nachweisen, dass sie keine Materialen verwenden, die in Kinderarbeit hergestellt wurden.

Im Dezember 2013 gehörte Siegen zu den fünf Nominierten für den "Vergabepreis NRW 2013 - Wegweiser für sozial gerechte Beschaffung". Grund für die Nominierung: Beim Großbauprojekt "Siegen - Zu neuen Ufern" wurden für die Pflasterung der Gehwege in der Sandstraße, Am Kölner Tor und auf dem Kunstweg Natursteine aus Granit eingesetzt, bei deren Herstellung durch einen "Fair-Stone"-Kooperationsvertrag auf die Einhaltung von fairen und sicheren Arbeitsbedingungen geachtet und nicht zuletzt Kinderarbeit ausgeschlossen wird.

Das Fairtrade-Konzept

Was genau hinter dem Fairtrade-Konzept steckt, zeigt die Organisation TransFair e.V. mit dem Kurzfilm "Das Fairtrade-System".

Weitere Informationen zum fairen Handel in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe können mit nachfolgenden Dateien heruntergeladen werden:

Broschüre "Fairhandeln in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe".

Ansprechpartnerinnen und -partner bei Fragen zum Fairen Handel.

Klimastadtplan

Wer sich mit Hilfe einer Karte einen Überblick darüber schaffen möchte, wo genau Fairtrade-Produkte angeboten werden, kann dies im Klimastadtplan unter www.klima-siegen.de nachschauen. Auf einer Karte sind dort unter der Rubrik "Konsum" Siegens Gastronomen und Einzelhändler sowie Bio- und Hofläden zu finden.