UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Universitätsstadt Siegen ist Vorzeigekommune in NRW-Studie zu Demografiekonzepten

Der demografische Wandel stellt die Kommunen in NRW vor immer größere Herausforderungen. Die Forschungsgesellschaft für Gerontologie e. V. und das Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund haben sich nun mit der Frage befasst, wie Städte und Gemeinden diesem Wandel begegnen und welche Strategien sich in der Praxis bewährt haben. In einer neuen Studie, die im Auftrag des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen erstellt wurde, werden anhand sorgfältig ermittelter Beispielskommunen vorbildliche Demografie-Konzepte aufgezeigt. Auch die Universitätsstadt Siegen wurde zur Vorbildstadt in Sachen Demografiekonzept gekürt.

Die Studie hebt die frühzeitige Gründung einer fachbereichsübergreifenden Arbeitsgruppe im Jahr 2008 durch Bürgermeister Steffen Mues unmittelbar nach seinem Amtsantritt hervor. Im Vergleich zu anderen Städten, die sich mit dem Thema Demografie befassen, hebt sich die Universitätsstadt Siegen durch die Implementierung einer eigenen Geschäftsstelle Demografie und der Interdisziplinarität beim Umgang mit den Fragestellungen des demografischen Wandels heraus. Siegen hat ausgehend von der Formulierung von Handlungsfeldern und übergeordneten, handlungsstrategischen Zielen ein Konzept entworfen, wodurch bereits eine Vielzahl von Demografie-Projekten in den unterschiedlichen Fachbereichen initiiert wurden. In der Studie heißt es: "Die einzelnen Projekte und Maßnahmenprogramme werden auf Grundlage tragfähiger Finanzierungen geplant und bieten die Möglichkeit einer systematischen Evaluation. Durch eine ressortübergreifende und interdisziplinäre Herangehensweise, bei dem verschiedenste Fachrichtungen in der Arbeitsgruppe Demografie multiperspektivisch zusammenarbeiten, wird darüber hinaus der Vielschichtigkeit des demografischen Wandels umfassend Rechnung getragen." (Naegele, Olbermann, Kühnel: Studie Demografie-Konzepte der Kommunen in NRW, 2015, http://www.vdk.de/nrw/)