UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

2. Juli bis 15. Oktober 2017: Niele Toroni - Ausstellung im Museum für Gegenwartskunst

Niele Toroni malt in der Kunsthalle Basel: “Impronte di pennello n. 50 ripetute a intervalli regolari di 30 cm (per Harry)”, 2007.

"In regelmäßigen Abständen von 30 cm wiederholte Abdrücke des Pinsels Nr. 50" betitelt Niele Toroni jedes seiner Werke. Damit beschreibt er lakonisch, was er tut: ein gleichmäßiges Muster aus Pinselabdrücken auf unterschiedliche Flächen - Leinwand, Papier, Glas, Wand - setzen, dabei mit primären Farben arbeitend.

Die Regel bestimmt sein Lebenswerk seit 50 Jahren. Wenn man genau hinsieht, merkt man, dass kein Pinselabdruck dem anderen gleicht. Aber auch sonst erkennt man, dass die Regel erstaunlich viele Variationsmöglichkeiten erlaubt. Spontan lässt sich Toroni auf die Ausstellungsräume ein und bedeckt große Wände genauso wie abseitige Stellen, auf die der Blick des Betrachters nie fallen würde.

Seit den 1960er Jahren fragt man sich, ob die Malerei in einer Welt der Bilderflut noch zeitgemäß ist und ob die abstrakte Malerei nicht an ihr Ende gekommen ist. Toroni, der Maler-Philosoph, hat eine entwaffnende Antwort gefunden, nicht ohne ein Augenzwinkern. Er appelliert an unsere Aufmerksamkeit und verweist mit seiner Malerei auf die Schönheit der uns umgebenden Welt, die nur durch Malerei hervorgebracht werden kann. Mit seiner radikalen Malerei ist er aus der Kunst des 20. Jahrhunderts nicht mehr wegzudenken. Anlässlich der 13. Rubenspreisverleihung zeigt Toroni in einer spannenden Abfolge von Räumen, welche Überraschungen seine Malerei bereithält.

Katalog

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln. Er enthält Vorworte von Steffen Mues, Eva Schmidt, Texte von Rudi Fuchs, Harald Szeemann, Niele Toroni sowie ein ausführliches Gespräch zwischen Toroni und Bernard Marcadé.

Begleitprogramm

Faltblatt zur Ausstellung (Begleitprogramm).

Die Verleihung des Rubenspreises findet am Sonntag, 2. Juli 2017, in der Siegerlandhalle statt. Am Nachmittag wird die Ausstellung im Museum für Gegenwartskunst eröffnet.

Die Ausstellung wird gefördert von der Stadt Siegen, pro Helvetia und der Peter-Paul-Rubens-Stiftung.